„Zirkustod im Dirndltal“ von Wolfgang Haydn
Ein tödlicher Pfeil mitten im Salto Mortale: Als die Trapezartistin Irina während der Vorstellung vor den Augen des Publikums stirbt, beginnt für Chefinspektor Severin Meier ein Fall voller Eifersucht, Intrigen und dunkler Geheimnisse hinter der glitzernden Fassade des Zirkus Viscontini. Zwischen Artisten, Weißclowns und falschen Loyalitäten führen die Ermittlungen tief in die Welt des Reisecircus – und gleichzeitig zu dubiosen Immobiliengeschäften, Korruption und organisierter Kriminalität in Niederösterreich. Doch während der Täter immer näher rückt, steht auch Meiers eigenes Leben vor einer entscheidenden Wendung.
Leseprobe
Es wurde still in der Manege. Ganz still. Die Artistin zeigte ein schwarzes Band nach unten, band es vor die Augen. Danach sich steigernder Trommelwirbel. Gespannt blickten alle nach oben. Kräftiger Absprung, Konzentration des Fängers, dynamische Saltodrehungen Irinas, abschließende Körperstreckung. Zupacken Igors.
Aber die schlaffen Arme seiner Partnerin entglitten ihm. Sie fiel unter dem kollektiven Aufschrei des Publikums unkontrolliert in ein seitliches Fangnetz. Von dort ohne jegliche Körperspannung in das waagrechte Netz und blieb mit verdrehter Körperhaltung reglos liegen.
Augenblicklich waren Igor, der blitzschnell zu ihr geklettert war, und die beiden Polen bei Irina. Die Prinzipalin versuchte zu beruhigen, schaffte durch ihre Stammelei über das Mikrofon noch mehr Verunsicherung. Einige Frauen verließen mit ihren verstörten Kindern oder Enkeln das Zelt. Weitere Artisten kamen zur verunfallten Artistin. Igor hob Irina, nachdem er ihr die Augenbinde abgenommen hatte, vorsichtig helfenden Händen entgegen. Sie wurde, nach wie vor ohne Lebenszeichen, aus der Manege getragen, im Vorzelt vorsichtig abgelegt..
Auch als e-book erhältlich
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Thalia
Zirkustod im Dirndltal
Kriminalroman von Wolfgang Haydn
Taschenbuch, 210 Seiten, € 15,- (A)
ISBN 978-3-99074-398-0



